Wirtschaftlich und touristisch abgehängt!





Während der Belttunnel-Bauphase würde unser Ostholstein nicht nur wirtschaftlich und touristisch abgehängt werden. Ostholstein wäre auch vom Schienenverkehr abgetrennt.

Gerade haben die öffentlichen Anhörungen zum geplanten Belttunnel stattgefunden – in Lübeck. Gleichzeitig sollten wir nicht vergessen, dass auch das Planfeststellungsverfahren für die Schienenanbindung auf deutscher Seite startet. Diese Schienenanbindung gehört zum gesamten Belttunnel-Plan. Eine Güterbahntrasse soll entlang von Ostsee-Ferienorten zum Tunnel führen.

Stand jetzt ist die Gefahr offenkundig, dass der Norden Ostholsteins während der Belttunnel-Bauphase nicht nur wirtschaftlich und touristisch abgehängt werden würde. Ostholstein würde auch vom Schienenverkehr abgehängt. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes! Das meint: Urlauber würden nicht oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen an ihre Urlaubsorte kommen. Wenn sie denn überhaupt noch buchen.


Mindestens vier Jahre Schienenersatzverkehr!

Mindestens vier Jahre lang, von 2020 bis 2024, würden zum Beispiel zwischen Haffkrug und Puttgarden Busse als Schienenersatzverkehr eingesetzt. Das meint: Kein Urlauber kommt mit dem Zug direkt zu seinem gemieteten Ferienhaus oder Appartement. Denn in der Zeit würde die Bahn an der so genannten “Hinterlandanbindung” bauen. Für zum Beispiel Nahverkehrsnutzer würde das Fahrplanverspätungen von bis zu zwei Stunden (!!!) bedeuten.

Wenn man sich die bisherigen aus den Fugen geratenen Zeitpläne des Belttunnel-Baus vor Augen führt, könnte man auch einen Zeitraum von “nur” vier Jahren als sehr, sehr optimistisch bezeichnen. Das heißt: Diese untragbare Situation würde die Region noch viel länger als vorhergesagt belasten. Die zu erwartende schwierige Verkehrssituation würde die Region über Jahre hinweg lähmen. Belttunnel und Hinterlandanbindung würden einer der wichtigsten Urlaubsregionen Deutschlands die Luft nehmen.


Wer profitiert wirklich vom Belttunnel?

Für den Belttunnel spricht vermeintlich eine rechnerische Zeitersparnis von ca. 40 Minuten. Gekauft! Aber auf der anderen Seite sind ins Kalkül zu ziehen: Ausufernde Kosten, Schäden an unserer Ostsee, Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Mega-Projekts, generelle massive Umweltschäden, starke finanzielle Belastungen für uns Steuerzahler, heftige Schwierigkeiten für Urlauber, zum Urlaubsort zu kommen, Probleme für Einheimische, mal nach Lübeck oder Hamburg zu fahren. Einen echten, funktionierenden öffentlichen Nahverkehr gäbe es dann über Jahre nicht mehr!

Eines ist klar: Am Belttunnelbau würden einige wenige – zum Beispiel die Baukonsortien – viel Geld verdienen. Aber zu wessen Lasten? Zu Lasten des einzelnen deutschen Steuerzahlers, zu Lasten des einzelnen Vermieters bei Scharbeutz und des einzelnen Landwirts auf Fehmarn, zu Lasten des Urlaubers. Das darf nicht sein! Daher gilt mehr denn je: Der Belttunnel darf nie gebaut werden!

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