Ultramarathon rund um Fehmarn gegen den drohenden Ostsee-Tunnel


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Am Pfingstsonntag (31. Mai) findet zum achten Mal der „Horst Sporleder Ultramarathon Fehmarn Rund” statt. Selbstverständlich werden dabei alle Abstands- und Hygieneregeln eingehalten. Wahrscheinlich werden zehn Teilnehmer die 75 Kilometer lange Strecke rund um die Ostseeinsel laufen – und zwar ohne Pause.

Auch in diesem Jahr soll mit dem Lauf gegen den drohenden 18 Kilometer langen Ostsee-Tunnel protestiert werden. Der Veranstalter Ole Sporleder widmet den Lauf der BELTRETTER-Bewegung und ihrem Ziel, den drohenden Tunnel noch zu stoppen. Der Start ist um 9:30 Uhr auf dem Deich vor dem Campingplatz Niobe. Die Läufer rechnen damit, etwa elf bis 13 Stunden unterwegs zu sein.

Der 2013 vom Hamburger Ole Sporleder zum Gedenken an seinen Vater ins Leben gerufene Ultramarathon ist ein ungewöhnlicher Lauf. Er stellt nämlich keinen Wettkampf dar. Es gibt keinen Sieger. Im Gegenteil: Alle laufen zusammen und stimmen die Geschwindigkeit miteinander ab.

“Diese Solidarität ist in der Corona-Krise wichtiger denn je. Und wichtiger denn je ist es auch, Schaden von der Ostsee, der Umwelt und unserer Erde fern zu halten. Deshalb gilt es, den Belttunnel zu verhindern und unsere Ostsee zu schützen”, so Ole Sporleder.

Und mit Hinweis auf die beim Bundesverwaltungsgericht gegen den Ostsee-Tunnel anhängigen Klagen kommentiert der Veranstalter des Laufs: “Die Richter können eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass dieser Gewaltakt gegen Ostsee, Umwelt und Region unbedingt zu verhindern ist. Außerdem sollten die Milliarden jetzt nicht für ein unnützes Bauprojekt verschwendet werden. Sie müssen eingesetzt werden, um Branchen, Unternehmen und Existenzen zu retten.”

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