Hendricks Kampf um unsere Ostsee


Viele engagieren sich und tun etwas gegen das waghalsige Belttunnel-Projekt.

Aber wohl kaum jemand hat bereits so viele Lebensjahre investiert, ja geopfert, um die Ostsee zu schützen und die Ferienregion an der Ostsee zu bewahren, wie Henrick Kerlen. Kerlen (78) vom Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung kämpft seit Jahren, ja Jahrzehnten. Und er ist mehr denn je überzeugt: Dieses gigantische, aber unsinnige Vorhaben kann noch gestoppt werden!

Das Aktionsbündnis ist übrigens – wie viele andere – Teil der BELTRETTER-Bewegung.

BELTRETTERIN Malin hat Hendrick getroffen und mit ihm gesprochen:


Ein Gedanke zu “Hendricks Kampf um unsere Ostsee

  • Knut Grote

    Knut Grote

    Ich bin zwar kein Betroffener, aber mich macht es wütend was man da vor hat. Alle die für den Tunnelbau und der Bahntrasse sind, müssten eine Woche Zwangsurlaub am Mittelrhein zwischen Boppard und Bingen verbringen. Dort gibt es auch eine Schnelltrasse zwischen Italien und Holland / Rotterdam, um Container im Schnellverfahren auszutauschen. Welch ein Wahnsinn. Große Containerschiffe könnten direkt in Italienischen Häfen anlegen um die Container in der Welt zu verteilen. Ich war mit meinem Wohnmobil dort, um mal die schönste Strecke des Deutschen Rheins zu erkunden. Eine Nacht habe ich dort ausgehalten. Kurz getaktet rasen dort Tag und Nacht die Containerzüge am Rhein entlang. Ich habe vorher nicht gedacht, dass man Menschen so etwas zu muten kann. Der Campingplatzinhaber erklärte mir, er ist seit Jahrzehnten auf jeder Demo. und Versammlung dabei, aber der versprochene Tunnel, der in der Planung fertig ist, kommt nicht.
    Im Internet ist nach zu lesen:” Eigentlich müsste es die Tunnelstrecke längst geben, denn in einer internationalen Vereinbarung haben sich bereits vor Jahren die betroffenen europäischen Staaten verpflichtet, eine schnelle Bahnverbindung von Holland über Deutschland und die Schweiz nach Italien zu schaffen. Neben der Schweiz mit dem Gotthardtunnel haben auch Holland und Italien ihre Hausaufgaben gemacht. Deutschland dagegen bleibt untätig und hat dies jetzt auch noch bekräftigt.”
    Jetzt zum Belttunnel und der dazu gehörenden Bahnstrecke. Der gesamte Warenaustausch zwischen Skandinavien und Deutschland hat mit Schiffen stattzufinden. Wir haben tolle große Häfen im Norddeutschen Raum und in Skandinavien. Natürlich wollen sich die Hamburger Hafenlobbyisten durchsetzen und die Container für sich alleine beanspruchen. Sämtliche Handelsgüter lassen sich per Container verschiffen, dafür gibt es spezielle Container z.b. Kühlcontainer und viele andere. Nur sehr eilige Waren dürften die Ausnahme sein. Damit wäre der Umwelt wirklich geholfen.
    Aus Erfahrung weiß ich, das man Güterzüge bei ungünstigem Wind bis 3 Km. Entfernung hören kann. Im Internet kann man über die geplante Fehmarn – Hamburg Bahnstrecke lesen, ” Dort, wo aktiver Schallschutz nicht ausreicht, werden zusätzlich passive Schallschutzvorkehrungen umgesetzt. Dazu gehört beispielsweise der Eibau von Schallschutzfenstern.”
    Man kann sich nicht vorstellen, dass es den vielen Zigtausend Menschen zugemutet wird, in der Sommerhitze auch über Nacht, die Fenster geschlossen zu halten. Ich habe in jungen Jahren in Hamburg Rahlstedt direkt an der Bahnstrecke Hamburg Lübeck gewohnt. Des Öfteren klirrten die Gläser im Wohnzimmerschrank.
    Zum Schluss kann ich nur sagen: Wehrt euch alle jetzt so massiv, das es die Politiker nicht mehr aushalten. Damals in Brokdorf hat man einiges verhindert. Zur Not wählt man eine Partei, die verspricht, den Tunnel nicht zu bauen. Zur Not kann man auch eine neue Partei gründen.
    Ich werde auf jeden Fall an eurer Seite stehen und wünsche euch viel Erfolg. Dieser Tunnel mit der Bahnstrecke ist für die gesamte Region ein Teufelsplan.

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