Gegen den Belttunnel: Scandlines-Mitarbeiter am Burger Südstrand im Einsatz




Der Konzernbetriebsrat der Fähr-Reederei Scandlines sind am heutigen Dienstag im Einsatz gegen das Mega-Projekt Belttunnel. Sie kämpfen für den Erhalt der eigenen insgesamt rund 600 Arbeitsplätze. Diese wären bedroht, würde der gigantische Belttunnel zwischen Lolland und Fehmarn gebaut werden.

Am Burger Südstrand sprechen sie Urlauber und Einheimische in deren Strandkörben an, um über das Milliarden Euro teure Riesenprojekt Belttunnel und damit zusammenhängende Güterbahnschneise durch die Urlaubsregion zu informieren. Die Mitarbeiter von Scandlines haben vorbereitete Widerspruchsschreiben dabei, die gleich vor Ort ausgefüllt und unterschrieben werden können. Bereits seit geraumer Zeit sind der Konzernbetriebsrat sowie viele Mitarbeiter Teil der BELTRETTER-Bewegung.


Die Ostsee nicht zur Brühe werden lassen

Die Bewegung wird bereits von etwa 60 Organisationen, Gemeinden und Unternehmen im Norden getragen und macht sich für die Zukunft der Urlaubsregion und gegen den Bau des längsten Unterwassertunnels der Welt durch den empfindlichen Ostseeboden stark. Ihr Zeichen ist das blaue Kreuz, das als Holzversion bereits tausendfach in Gärten und auf Feldern zu sehen ist.

Bernd Friedrichs, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats von Scandlines: “Natürlich haben wir ein großes Eigeninteresse, unsere Arbeitsplätze zu schützen. Fehmarn hat aber auch ein großes Interesse daran, dem größten Arbeitgeber vor Ort zu helfen. Und jeder Urlauber sollte ein Interesse daran haben, unsere Ostsee nicht durch jahrelange Massiv-Baggerarbeiten zur Brühe werden zu lassen.”


Noch bis zum 26. August ein persönliches Widerspruchsschreiben abschicken

Nur noch bis zum 26. August kann jeder sein persönliches Widerspruchsschreiben an die verantwortliche Landesbehörde schicken. Die muss im Rahmen des Genehmigungsverfahrens jede so genannte “Einwendung” akribisch prüfen. Jeder kann sein persönliches Einwendungsschreiben auf dieser Seite zusammenstellen und es dann ausdrucken, um es anschließend gleich in die Post zu geben: beltretter.de/widerspruch.

Karin Neumann, Sprecherin der BELTRETTER: “Uns überwältigt, wie viele Menschen mitmachen. Niemand will, dass hier alle 20 Minuten ein fast ein Kilometer langer Güterzug an Häusern, Ferienwohnungen und Hotels vorbeirattert. Alle 20 Minuten. Jeden Tag. Das wäre die Hölle und entlang der Schneise das Aus für den Tourismus.”

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