Fahrt von Beltretterin Karin Neumann nach Kiel: Ein letzter Appell 1


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Karin Neumann, Sprecherin der BELTRETTER, hat sich heute allein mit dem Auto von Fehmarn nach Kiel begeben, um über 1.500 Widerspruchsschreiben gegen das gigantische Bauprojekt Fehmarnbelt-Tunnel und die geplante Güterbahnschneise entlang von Ferienorten zwischen Puttgarden und Lübeck direkt beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr abzugeben.

Karin Neumann: “Ich habe mich heute aufgemacht, um auf Fehmarn und in vielen Urlaubsorten entlang der Küste bis zum Fristende am 26. August noch eifrig Widerspruchsschreiben einzusammeln. Diese Abgabe versteht sich auch an Appell an alle, denen die Region und unsere Ostsee am Herzen liegen, jetzt auch noch ihr persönliches Veto einzulegen.”


“Der Plan der Landesregierung wird nicht aufgehen”

Bei den jetzt abgegebenen “Einwendungen” handelt es sich nur und erst um einen Teil der insgesamt aufgesetzten Widerspruchsschreiben. Die meisten wurden und werden direkt von den Adressaten in die Post gegeben. Und viele sind im Internet aufgesetzt worden. Die BELTRETTER, eine Bewegung aus mittlerweile rund 60 Initiativen, Gemeinden und Unternehmen, der auch “Bewahrt Fehmarn!” angehört, haben dafür eigens die Internetseite www.beltretter.de/widerspruch zur Verfügung gestellt. Die Behörde muss im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zum geplanten 18 Kilometer langen Belttunnel jede Einwendung prüfen.

Karin Neumann: “Wir wissen nicht, wieviele Einwendungen es am Ende werden. Fest steht: Wenn es das Ziel der Landesregierung war, dass die Zahl der Widerspruchsschreiben unter jener der ersten Planungsunde bleibt, dann wird der Plan nicht aufgegangen sein. Der Widerstand gegen dieses unsinnige und unsere Ostsee bedrohende Vorhaben ist viel größer als die Landesregierung wahrhaben will.”


Einwendungsfrist mitten in der Sommer- und Ferienzeit

Die Landesregierung hatte die Einwendungsfrist gegen viele Proteste mitten in die Sommer- und Ferienzeit gelegt. Viele Schleswig-Holsteiner haben aber mitten in der Saison gar keine Zeit, 26 Aktenordner mit Planungsunterlagen durchzuschauen und dann eine Einwendung zu schreiben. Zudem sind in der Urlaubszeit viele Anwälte und Gutachter nicht verfügbar.

Die BELTRETTERN fordern nun die Landesregierung und auch die Bundesregierung auf, das gesamte Vorhaben noch einmal objektiv zu prüfen und dann beherzt die Reißleine zu ziehen. “Ein Stopp wäre kein Gesichtsverlust, sondern ein souveräner Schritt”, so Karin Neumann.

Während viele Menschen Einwendungen aufgesetzt und abgeschickt haben, läuft im Internet auch eine Unterschriftenaktion. Unter www.beltretter.de/unterschriften haben bereits etwa 84.000 Menschen gegen Nord-Europas dann größte und nach Meinung der BELTRETTER riskanteste Baustelle gestimmt.


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